Feuer in Moria: Lesbos

LESENSWERT!

An dieser Stelle möchten wir einen Artikel verlinken, der auf eindrückliche und verbildlichende Weise beschreibt, wie sehr Flüchtlinge leiden, die auf der Insel Lesbos festsitzen.

Im Detail geht es um den Brand im Flüchtlingslager Moria vor etwa einer Woche. Eine Juristin die vor Ort kostenlose Rechtsberatung durchführt, beschreibt ihre Eindrücke der entsprechenden Nacht.

Der Artikel führt vor Augen wie gut es uns geht, soweit entfernt vom Geschehen und wie dankbar wir Menschen wie Ariel Ricker sein müssen, für ihr Engagement und ihren Einsatz für ein menschenfreundliches Bild unser Gesellschaft.

ZEIT online

WhatsApp: der Haken

WhatsApp in kürze:

  • die beliebteste Messenger-App in Deutschland…
  • kostenlos seit der Übernahme durch Facebook
  • die Gründer des Startups (Jan Koum und Brian Acton) betonen immer wieder, es gäbe keinen Austausch personenbezogener Daten zwischen Facebook und WhatsApp
  • und jetzt doch!

WhatsApp hat neue AGBs.

Neue AGBs = neue Nutzungs-Bedingungen.

WhatsApp kooperiert jetzt mit Facebook.

Verschlüsselung = Privatheit = Vergangenheit.

Von nun an werden jegliche Metadaten (Alle Daten die nicht Inhalt der Kommunikation sind), wie z.B. Telefonnummern, Zeitprotokolle (Nutzungszeit und Uhrzeiten der Chats), Fehlerberichte und Account-Informationen wie Chat und Kontaktlisten. Darüber hinaus könnten es einige weitere interessante Daten wie Endgerät und Bewegungsprofile sein oder werden… Das lassen die AGBs (noch) offen.

Begründet wird die Veränderung der AGBs mit der Planung zur Einführung dienst-übergreifender Funktionen und gezielterer Werbung bei Facebook. Entscheidend dürfte jedoch auch der Verkauf der Daten in Form von Statistiken sein, da die mit den neuen AGBs gelieferte Funktion Facebook die Nutzung der Informationen zur Personalisierung von Werbung zu untersagen, nicht verhindert, dass diese Daten dennoch an Facebook weitergeleitet und auf andere Art und Weise verwendet werden!

Falls du deine Account-Informationen nicht mit Facebook teilen möchtest, um deine Facebook-Werbung und Produkterlebnisse zu verbessern, kannst du das Häkchen aus dem Kästchen entfernen oder den Schieberegler umschalten. Die Facebook-Unternehmensgruppe wird diese Information trotzdem erhalten und für andere Zwecke, wie Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer bzw. ihrer Dienste, der Absicherung der Systeme und der Bekämpfung von Spam, Missbrauch bzw. Verletzungshandlungen.

Whatsapp FAQ (Anleitung zur Nutzung der Funktion)

Nun entfaltet WhatsApp wohl seinen ganzen, kommerziellen Wert für den Spezialisten der Nutzerdaten-Verwertung im Silicon Valley. Facebook holt sich die 22 Mrd. US-Dollar (im Herbst 2014 für die Übernahme von WhatsApp bezahlt) langsam aber sicher mit Zinsen zurück…

heise online (Kommentar)

heise online (Artikel)

 

Engagement für den Frieden

LESENSWERT!

Hier ein Interview mit Martin Singe, einem Friedensaktivisten und Publizisten aus dem Raum Köln/Bonn.

Er wurde zu seiner persönlichen Motivation gefragt, in der Friedensbewegung aktiv zu werden und auch ziviler Ungehorsam sowie die Beschneidung des Demonstrationsrechtes beim G7-Treffen auf Schloss Elmau sind Schwerpunkte des Interviews.

Zum Ende kehrt das Gespräch zurück zu Frage nach der Motivation – diesmal wird jedoch nach Singes Meinung zur allgemein geringen Bereitschaft erfragt, aktiven Protest zu üben…

Ein sehr spannendes Interview, ein Appell aktiv zu werden und eine eigene Vision für die Menschheit/Gesellschaft zu entwickeln sowie diese zu leben!

rhein:raum

Die Welt ist voller Lösungen

nachgefragtseiten

Das ist der Untertitel des wahrscheinlich besten Films, den ich dieses Jahr im Kino gesehen habe. Er heißt „Tomorrow“ und ist einfach genial.

Cyril Dion, ein französischer Autor, Regisseur, Dichter und Aktivist und Mélanie Laurent, eine französische Schauspielerin, haben einfach großartige Arbeit geleistet, der viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird (Habt ihr irgendwo von dem Film gehört oder gelesen? Falls ja, schreibt mir in die Kommentare wo!). „Tomorrow“ ist das Gegenstück zu den zahlreichen Filmen, die nahende Katastrophen und/oder Missstände dokumentieren. Was in solchen Dokumentationen typischerweise gegen Ende kurz angesprochen wird, dem widmet sich Dions und Laurents Film in Gänze: Was man tun kann, um das Übel zu verhindern oder den status quo zu verbessern.

111 Minuten lang stellt das Film-Team uns Menschen aus aller Welt vor, die kreative Lösungen für aktuelle Probleme aller Art in petto haben. Dabei hat keiner von ihnen den Anspruch, die Welt zu retten. Es…

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subtiler? Rassismus

Hier verlinken wir einen Artikel über Rassismus in den USA.

 

Schon immer wurden schwarze Menschen von Einzelnen und von Gruppen systematisch benachteiligt. Dieses Phänomen bricht in den USA jetzt (wieder) mit Gewalt in den Fokus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit. Im Vordergrund steht aktuell vor allem Polizeigewalt, doch wie der Artikel (ausgehend von Blei-verseuchtem Trinkwasser) deutlich macht, beeinflusst der scheinbar systematische „subtilere“ Rassismus besonders die finanziellen Aspekte des Lebens von US-Bürgern mit dunkler Haut:

So sind schwarze Menschen zum Beispiel die stärkeren Verlierer der Immobilienblase, weil sie Kredite mit höheren Zinsen bekommen als Weiße…

und schwarze College-Absolveten sind höher verschuldet als weiße…

Interessant ist dieser Artikel, weil er zeigt wie gefährlich eine sich über Jahre hinweg haltende oder entwickelnde, systematische Benachteiligung  ist. Und wie viel schwieriger es dann für die Benachteiligten ist, der Situation zu entkommen und ein gleichberechtigtes Leben zu führen.

Mit genau dieser Situation müssen wir uns in Deutschland und ganz Europa nun auch konfrontiert sehen. Wir müssen erkennen, dass für Millionen Einwanderer und Geflüchtete die Gefahr besteht, in einigen Jahren ebenso benachteiligt zu sein wie Schwarze und Einwanderer in den USA.

Wir müssen gleichberechtigte Bildungschancen ermöglichen, gleichberechtigte Chancen bei der Stellensuche und auf Arbeit fördern und auch so triviale Dinge wie die Wohnungssuche muss für Flüchtlinge eine Reform in punkto Gleichberechtigung erfahren. Aktuell stellt eben diese viele Flüchtlingshelfer und Flüchtlinge vor enorme Schwierigkeiten und Hürden, die von der Politik und den einzelnen Vermietern deutlich gesenkt und abgebaut werden können.

Es lohnt sich für die Stimmung der Gesellschaft (und wie im letzten Teil des Artikels kurz anklingt auch wirtschaftlich) Gleichberechtigung zu fördern und zu leben, sowie Rassismus in jeder Form zu bekämpfen!

ZEIT online

 

 

Android: Telefondaten an Google?

„Wer Google-Produkte wie Android nutzt, muss in Kauf nehmen, dass eine umfassende Datenerhebung der Nutzung der verschiedenen Google-Dienste erfolgt und diese Daten diensteübergreifend zusammengeführt werden.“

 Johannes Caspar (Datenschutzbeauftragter Hamburg)

Ein weiterer Beweis: Google hat in der Datenschutz Erklärung für sein Mobile-Betriebssystem „Android“ eine Klausel verfasst, die vermuten lässt, dass sämtliche Telefondaten der Nutzer gespeichert und ausgewertet werden.

Sollte dies der Fall sein, könnte es sich um eine Straftat handeln und das laufende Kartell-Verfahren der EU gegen Google beschleunigen.

Artikel: Heise Online

Eine Kritik an der Systemkritik

nachgefragtseiten

Nicht das System handelt, sondern der Mensch. Und nicht mit einer neuen Spezies Mensch, die alles richtig macht, sondern mit der einzigen, die es gibt und die wir alle kennen, müssen wir unser eigenes Handeln so verändern, dass sich die Umstände verbessern.

Das sind im Großen und Ganzen die wichtigsten Thesen der Polemik von Gerrit Wustmann, erschienen bei telepolis. Das Problem mit der Idee des „neuen Menschen“, aus welchem Munde sie auch kommen mag, ob von Engels, von Biotechnologen oder von Rechtsintelektuellen, sie lebt immer von der Idee, dass es eine absolute Wahrheit und auf der anderen Seite die Lüge gibt. Und selbstverständlich müssen diejenigen Menschen, die der Lüge verfallen sind, irgendwie aus dem Weg geräumt oder bekehrt werden. Jedes Verurteilen einer Gruppe in der Gesellschaft lebt von diesem Gedanken. Jeder absolute Anspruch an die Menschheit tut das. Das Doppelmoral von Seiten des Philosophierenden hier keine Seltenheit ist, das brauche…

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Helikopter Geld

Der EZB-Chef Mario Draghi äußerte sich zuletzt nicht grundsätzlich ablehnend zu einer interessanten finanzpolitischen Idee.

Sie nennt sich „Helikopter-Geld“ und stammt vom Ökonomie-Nobelpreisträger Milton Friedman. Er hatte überlegt, was wohl geschehen würde, wenn man Geld aus einem Helikopter über den Menschen herunter regnen ließe.

  • Wie würden die Menschen das Geld verwenden?
  • Würde es den Konsum beschleunigen?
  • Würde es die Wirtschaft ankurbeln?

Der hier verlinkte Artikel von Ralf Streck beschäftigt sich mit einigen Funktionären und Experten, die der Idee aufgeschlossen gegenüber stehen. Mit den Gegnern einer Realisierung dieses Gedankenspiels und er greift ein reales Beispiel aus den USA (nach dem Platzen der Immobilienblase) auf, das zeigt: direkt auf das Konto der Bürger überwiesenes Geld oder „Steuer-Gutscheine“ können positiv auf die Finanzmärkte einwirken.

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EZB-Chefvolkswirt Peter Praet verkündete nun leider, dass die Idee aktuell nicht in der  Führungsebene der EZB diskutiert werde und wohl schwer zu realisieren sei.

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Dass einige hohe Funktionäre der Europäischen Zentralbank dennoch über diese Art der Geldneuverteilung nachzudenken scheinen, macht aber Hoffnung. Denn dies ebnet den Weg zu einer ernsthaften, öffentlichen Diskussion zu dem Thema!

 

Artikel (Telepolis): http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/47/47873/1.html