Die Welt ist voller Lösungen

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Das ist der Untertitel des wahrscheinlich besten Films, den ich dieses Jahr im Kino gesehen habe. Er heißt „Tomorrow“ und ist einfach genial.

Cyril Dion, ein französischer Autor, Regisseur, Dichter und Aktivist und Mélanie Laurent, eine französische Schauspielerin, haben einfach großartige Arbeit geleistet, der viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird (Habt ihr irgendwo von dem Film gehört oder gelesen? Falls ja, schreibt mir in die Kommentare wo!). „Tomorrow“ ist das Gegenstück zu den zahlreichen Filmen, die nahende Katastrophen und/oder Missstände dokumentieren. Was in solchen Dokumentationen typischerweise gegen Ende kurz angesprochen wird, dem widmet sich Dions und Laurents Film in Gänze: Was man tun kann, um das Übel zu verhindern oder den status quo zu verbessern.

111 Minuten lang stellt das Film-Team uns Menschen aus aller Welt vor, die kreative Lösungen für aktuelle Probleme aller Art in petto haben. Dabei hat keiner von ihnen den Anspruch, die Welt zu retten. Es…

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subtiler? Rassismus

Hier verlinken wir einen Artikel über Rassismus in den USA.

 

Schon immer wurden schwarze Menschen von Einzelnen und von Gruppen systematisch benachteiligt. Dieses Phänomen bricht in den USA jetzt (wieder) mit Gewalt in den Fokus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit. Im Vordergrund steht aktuell vor allem Polizeigewalt, doch wie der Artikel (ausgehend von Blei-verseuchtem Trinkwasser) deutlich macht, beeinflusst der scheinbar systematische „subtilere“ Rassismus besonders die finanziellen Aspekte des Lebens von US-Bürgern mit dunkler Haut:

So sind schwarze Menschen zum Beispiel die stärkeren Verlierer der Immobilienblase, weil sie Kredite mit höheren Zinsen bekommen als Weiße…

und schwarze College-Absolveten sind höher verschuldet als weiße…

Interessant ist dieser Artikel, weil er zeigt wie gefährlich eine sich über Jahre hinweg haltende oder entwickelnde, systematische Benachteiligung  ist. Und wie viel schwieriger es dann für die Benachteiligten ist, der Situation zu entkommen und ein gleichberechtigtes Leben zu führen.

Mit genau dieser Situation müssen wir uns in Deutschland und ganz Europa nun auch konfrontiert sehen. Wir müssen erkennen, dass für Millionen Einwanderer und Geflüchtete die Gefahr besteht, in einigen Jahren ebenso benachteiligt zu sein wie Schwarze und Einwanderer in den USA.

Wir müssen gleichberechtigte Bildungschancen ermöglichen, gleichberechtigte Chancen bei der Stellensuche und auf Arbeit fördern und auch so triviale Dinge wie die Wohnungssuche muss für Flüchtlinge eine Reform in punkto Gleichberechtigung erfahren. Aktuell stellt eben diese viele Flüchtlingshelfer und Flüchtlinge vor enorme Schwierigkeiten und Hürden, die von der Politik und den einzelnen Vermietern deutlich gesenkt und abgebaut werden können.

Es lohnt sich für die Stimmung der Gesellschaft (und wie im letzten Teil des Artikels kurz anklingt auch wirtschaftlich) Gleichberechtigung zu fördern und zu leben, sowie Rassismus in jeder Form zu bekämpfen!

ZEIT online

 

 

Android: Telefondaten an Google?

„Wer Google-Produkte wie Android nutzt, muss in Kauf nehmen, dass eine umfassende Datenerhebung der Nutzung der verschiedenen Google-Dienste erfolgt und diese Daten diensteübergreifend zusammengeführt werden.“

 Johannes Caspar (Datenschutzbeauftragter Hamburg)

Ein weiterer Beweis: Google hat in der Datenschutz Erklärung für sein Mobile-Betriebssystem „Android“ eine Klausel verfasst, die vermuten lässt, dass sämtliche Telefondaten der Nutzer gespeichert und ausgewertet werden.

Sollte dies der Fall sein, könnte es sich um eine Straftat handeln und das laufende Kartell-Verfahren der EU gegen Google beschleunigen.

Artikel: Heise Online

Eine Kritik an der Systemkritik

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Nicht das System handelt, sondern der Mensch. Und nicht mit einer neuen Spezies Mensch, die alles richtig macht, sondern mit der einzigen, die es gibt und die wir alle kennen, müssen wir unser eigenes Handeln so verändern, dass sich die Umstände verbessern.

Das sind im Großen und Ganzen die wichtigsten Thesen der Polemik von Gerrit Wustmann, erschienen bei telepolis. Das Problem mit der Idee des „neuen Menschen“, aus welchem Munde sie auch kommen mag, ob von Engels, von Biotechnologen oder von Rechtsintelektuellen, sie lebt immer von der Idee, dass es eine absolute Wahrheit und auf der anderen Seite die Lüge gibt. Und selbstverständlich müssen diejenigen Menschen, die der Lüge verfallen sind, irgendwie aus dem Weg geräumt oder bekehrt werden. Jedes Verurteilen einer Gruppe in der Gesellschaft lebt von diesem Gedanken. Jeder absolute Anspruch an die Menschheit tut das. Das Doppelmoral von Seiten des Philosophierenden hier keine Seltenheit ist, das brauche…

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